Neu in EMK 2.23

Kapitelübersicht

Auch wenn die Technik den Anwender vordergründig wenig interessiert, so ist sie doch die Voraussetzung dafür, das EMK auch morgen noch einwandfrei funktioniert und neuere Entwicklungen sinnvoll nutzen kann. Daher sei hier kurz erwähnt, dass mit dem Wechsel auf EMK 2.23 auch ein Wechsel auf die neueste Entwicklungs- und Datenbankversion stattgefunden hat. Damit können Sie den nächsten Jahren beruhigt entgegen sehen - zumindest was EMK angeht.

Adressen
Hier wurden zwei neue Felder aufgenommen. Zum einen kann bei der Kundenadresse nun auch eine Anrede festgehalten werden. Diese erscheint nicht nur in der Maske, sondern auch auf den An-/Verkaufbelegen. Der maximale Platz für Anrede, Vor- und Nachname auf dem Beleg ändert sich dadurch nicht.
Das zweite Feld betrifft eine Klassifizierung des bei der Adresse hinterlegten Kontos als Kunden-, Händler-, Kasse- oder sonstiges internes Konto. Dies wird für verbesserte Plausibilitätsprüfungen und statistische Auswertungen benötigt.
Das Feld OE (Organisationseinheit) wurde auf acht Stellen erweitert, damit die gebräuchlichsten OE-Nummern Platz finden.
Kurse
Das Thema Kurse beschäftigt uns immer wieder. Je aussagekräftiger die Analysen und je mächtiger die Funktionen in EMK werden, desto differenzierter und anspruchsvoller werden die Anforderungen an das Kursmanagement. In dieser Programmversion gibt es folgende Neuerungen: An-/Verkaufskurse werden unterschieden in Kundenan-/verkaufskurse und Händleran-/verkaufskurse. Ferner gibt es Bewertungskurse wie bisher und neu Referenzan-/verkaufskurse. Letztere spiegeln den relevanten Markt wieder und dienen statistischen Auswertungen (siehe EMKStat). Alle Kurse können über die Funktion Externe Kurse in der bekannten Art und Weise eingelesen werden. Wer das kostenlose Tool "EMK Priceformatter" nutzt, kann gerne eine neue Version anfordern, die die neuen, differenzierteren Kurse berücksichtigt. Einige Anwender ermitteln ihre Kurse auf Basis von Marktpreisen ( z. Bsp. Gold-, Silber, Platin-, Palladium-Fixing und USD-Kurs ). Dies könnte Vorbild für eine künftige EMK Funktion sein. Schreiben Sie uns Ihre Ideen zu dem Thema.
An-/Verkauf
Die Masken und die zugehörigen Belege wurden entsprechend der bereits oben erwähnten Änderungen angepasst. So gibt es ein Feld Referenzkurs, das nur benötigt wird, wenn Sie bestimmte Auswertungen des Moduls EMKStat verwenden. Das Feld zeigt den Referenzkurs zu dem Geschäft. Je nach Philosophie Ihres Hauses kann das ein Marktpreis sein oder auch der Preis des Gegengeschäfts (z. Bsp. Sie verkaufen einen Artikel an einen Kunden, den Sie zuvor extra für den Kunden angeschafft haben. Dann können Sie in diesem Feld den Einstandskurs angeben.). Wenn Sie die Referenzkurse z. B. über die EMK Funktion "Externe Kurse" gepflegt haben, schlägt EMK automatisch diese vor.
Bestandslisten (Stichtag und Abstimmung)
Die Stichtagsliste ist jetzt ein Sonderfall der Abstimmliste und wird durch das gleiche Modul ermittelt. Die Laufzeiten wurden durch eine geschicktere Programmierung drastisch verkürzt, ein oder zwei bisher nicht korrekt behandelte Sonderfälle korrigiert.
Allgemeine Änderungen
Hinweis- und Fehlermeldungen erhalten sukzessive eindeutige EMK-Nummern in der Form EMKxyyy und werden aussagekräftiger. Dabei gibt x die Fehlerkategorie (System-, Anwender-, Eingabefehler oder Hinweis) an und yyy ist eine laufende Nummer. Die EMK-Nummer und weitere situationsbedingte Informationen helfen dem Anwender, den Grund für eine Meldung zu erkennen und ggf. seine Eingaben zu korrigieren, und erlauben den i&k Mitarbeitern an der Serviceline eine schnellere Fehlerdiagnose und damit eine bessere Anwenderunterstützung. Auch können Sie diese neuen Nachrichten bei Bedarf ausdrucken.
EMK merkt sich benutzerbezogene Eingaben bzw. Einstellungen in der Datei emkuser.ini und verwendet diese als Startwerte, wenn der Benutzer sich das nächste Mal anmeldet. Zurzeit betrifft das nicht nur, aber überwiegend das Modul EMKStat.
Ein Lizenzkey (emklic.ini) regelt, welche EMK Version und Module lizenziert sind und vom Benutzer verwendet werden können. Dadurch ist es möglich, an jeden Anwender die gleiche Anwendung auszuliefern, wobei der Lizenzkey regelt, ob es sich dabei z.B. um die "kleine" Version EMK XS, eine Demo-Version oder die Standardversion handelt.
Die Struktur der EMK Datenbank wurde den Erfordernissen der geänderten Funktionen und neuer Auswertungen angepasst.
Behobene Fehler
Seit der vorigen EMK Version ist die Diskussion über Rundungsproblematik deutlich ruhiger geworden. Die Verwendung von mehr Nachkommastellen in Programm und Datenbank hat zu einer deutlichen Reduzierung der Rundungsdifferenzen in bestimmten Auswertungen wie der Berechnung von Handels- und Bewertungsergebnis geführt. Neue Algorithmen wie "Summen erhaltendes Runden" haben bei Belegen mit vielen Positionen die vor allem bei der MwSt auftretenden Rundungsdifferenzen beseitigt. Gerade beim letzten Punkt hatte sich leider in einem Fall ein Fehler eingschlichen, der zu einer 1 ct Differenz bei der MwSt in dem Fall führte, in dem bei mehreren teilweise MwSt pflichtigen Positionen die letzte MwSt frei war. Wir hatten darüber und einen Workaround auf unserer Website berichtet. Der Fehler ist nun behoben.
Die Funktion Bewertungskurse übernehmen innerhalb des Menüpunkts Bewertungen wurde überarbeitet, so dass jetzt immer Bewertungskurse zu einem Artikel bestimmt werden können. Wenn sich z.B. bei der Durchschnittsmethode keine Bewertungskurse ermitteln lassen, da im Bewertungszeitraum keine Ankäufe vorliegen, greift EMK für diesen Artikel auf die als Kundenankaufskurse vorliegenden Kurse zurück.
In diesem Zusammenhang wurde auch eine andere lästige Sache geändert: Bei einer Korrekturbewertung erscheinen die bisherigen Bewertungen nun in zeitlich absteigender Folge, d.h. die aktuellste zu oberst.
EMKStat EMK Statistikmodul
Dieses Modul trägt der zunehmenden Bedeutung von Edelmetallen bei der Vermögensanlage und des Edelmetallgeschäfts Rechnung. Es beinhaltet Analysen zu Preisen, Umsatz und Ertrag, bietet praktische Tools zur Suche und Anzeige bestimmter Geschäfte und mit EMKDoc eine Fehlerdiagnostik.
Ausblick
EMKStat ist nur der Anfang einer Entwicklung, die in Richtung "Management Cockpit" für den ambitionierten Handel geht. In gewisser Weise ist i&k mit EMKStat in Vorlage getreten. Wie und wie schnell es mit EMKStat weitergeht, bestimmen die Anwender mit Ihren Ideen und Vorschlägen. Schreiben Sie uns einfach per eMail . Das gleiche gilt, wie oben bereits gesagt, für das Thema Kurse, Kursberechnung usw.
Und ein drittes Thema bieten wir zur Diskussion an - die Preisgestaltung. Durch das Internet werden die Preise für Edelmetalle immer transparenter und es ist eine Art Wettbewerb zu beobachten, wer die günstigsten Kurse anbietet. Darunter leiden die Margen und es taucht die Frage auf, ob man nicht einen Teil der mit der Geschäftsabwicklung verbunden Kosten statt über die Marge über Gebühren finanziert.

Gleich ob Sie zu einem oder zu allen Themen etwas zu sagen haben, wir freuen uns auf Ihre Anregung.

Neu in EMK 2.23-01-01

EMK wird laufend verbessert. So versuchen wir, Korrekturen von Fehlern je nach Schweregrad sofort oder gesammelt verfügbar zu machen. Verbesserungen vorhandener Funktionen geben wir ebenfalls zeitnah an den Anwender weiter. Um den Überblick über die EMK Versionen zu behalten, haben diese Nummern. Größere oder grundsätzliche Änderungen bewirken eine Erhöhung der Release Nummer (aktuell 2.23), Verbesserungen vorhandener Funktionen erhöhen die Versionsnummer hinter dem ersten Bindestrich und Fehlerkorrekturen die Fix Nummer hinter dem zweiten Bindestrich. Aktuell ist EMK 2.23-01-01, d.h. EMK Release 2.23 in der Version 01 und mit dem Fix Level 01.

Funktionale Verbesserungen

Mehrfachaufruf von EMK verhindern
EMK ist so konzipiert, dass zur gleichen Zeit immer nur ein Anwender das System nutzen kann. Bisher hat schon das alte Datenbanksystem dafür gesorgt, dass ein zweiter Aufruf scheiterte. Bei der neuen Datenbank (verwendet ab EMK 2.23) können sich theoretisch mehrere Anwender gleichzeitig anmelden. Damit das funktioniert, muss aber die Anwendung darauf achten, dass die Benutzer sich gegenseitig nicht stören (dass z.B. nicht der eine Anwender einen Artikel verkauft, den gerade schon ein anderer verkauft hat). EMK kann das "noch" nicht, daher muss eine zusätzliche Sperre eingebaut werden, die versehentliche Mehrfachaufrufe und dadurch verursachte Fehler in den Daten sowie gegenseitige Störung der Anwender verhindert.
Aus diesem Grund ist der Fix EMK 2.23-01-01 als dringlich eingestuft und sollte so schnell wie möglich installiert werden. Es sei denn, es wurde auf andere Weise dafür gesorgt, dass nicht zwei EMK paralell laufen können (z.B. Einstellungen beim Terminalserver).
Fehlersuche
Wenn es einmal nicht so läuft wie es soll, ist jede Information über das Zustande Kommen eines Fehlers und seine Auswirkung hilfreich. Mit dem Parameter Debug=1 in der emk.ini kann der IT Administrator zusätzliche Dokumentationen im Journal veranlassen und mit Debug=0 wieder abschalten. So lässt sich der Weg bis zum Auftreten eines Fehlers besser nachvollziehen.
Datei Sichern
Die Funktion "Datei sichern" legt nicht nur eine Sicherungskopie Ihrer EMK Datenbank an, sondern gibt auch bis dahin benutzte Ressourcen (Speicherplatz) wieder frei. EMK erinnert Sie nun an eine fällige Datensicherung, wenn die letzte schon eine Woche oder länger zurückliegt.

Fehlerkorrekturen

EMKStat Report 22 "Ertrag pro Konto und Organisationseinheit"
Hier wurde beim Export der Daten zur maschinellen Weiterverarbeitung die erste Zeile unterschlagen. Dieser Fehler wird mit dem aktuellen Fix behoben.

Neu in EMK 2.23-02-02

Zwei nützliche Erweiterungen bzw. Verbesserungen kündigen sich mit dieser Version an. Zum einen wurde ein wichtiger Teil der Auftragserfassung überarbeitet und steht nun nach Abschluss des Pilottest allen EMK Anwendern zur Verfügung. Die andere Funktion, ebenfalls bereits im Pilottest, ist völlig neu und kann die Tagesarbeit des Händlers wesentlich erleichtern und ihm so mehr Zeit für das eigentliche Geschäft verschaffen.

Aufträge mit neuer Positionserfassung
In der überarbeiteten Maske zur Positionserfassung kann der Händler nun grundsätzlich frei wählen, ob er Preise netto oder brutto eingeben will - auch beim Verkauf an den Endkunden. Somit entfällt das lästige Umrechnen auf Bruttopreise.
Diese, schon seit langem anstehende Änderung, bot sich nun aus einem ganz anderen Grund an. Das zwar immer wieder verbesserte, aber trotzdem unbefriedigende Rundungsverhalten führte zu einer Überarbeitung der gesamten Auftragserfassung. Da war es nur noch ein kleiner Schritt zur flexibleren Positionserfassung. Der Händler kann nun wahlweise Brutto- oder Nettostückpreise eingeben. EMK rechnet sofort nach der Eingabe alle anderen Werte aus (Netto-, Brutto- Stück- und Gesamtpreise sowie die MwSt). Ein Anstoßen der Berechnung durch den Anwender ist nicht mehr erforderlich.
EMK wählt automatisch, ob bei eventuell nötigen weiteren Rundungen die Brutto- oder die Nettoseite fixiert wird. Der Händler kann dies aber auch individuell wählen.

Pfeil nach unten Exkurs: Runden im Beleg - für alle, die es genau wissen wollen

Maske Auftrag bei Ankauf von Händler mit neuem Feld "MwSt Korrektur"
In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass ein Händler in seiner Rechnung die MwSt aufgrund anderer Rundung um ein oder zwei Cent anders ausweist als EMK sie berechnet. Deswegen wurde in der Regel keine neue Rechnung angefordert, sondern die Differenz akeptiert und irgendwie ausgebucht. Das geht nun bequemer. Auf der Maske Ankauf vom Händler gibt es in der Zeile vor dem Gesamtbetrag ein neues Feld MwSt Korrektur. Hier können Sie kleinere Korrekturen eintragen, die dann dem gesamten MwSt Betrag zugeschlagen werden. Zusätzlich dokumentiert EMK diesen Vorgang im Feld Notizen am Geschäft (siehe MwSt korrigieren (Ankauf von Händler)). Um die Notizen am Geschäft auch auf dem Beleg auszudrucken, ist der Fix EMK 2.23-02-03 erforderlich.
Online Kurse
Die Kurspflege ist immer eine lästige Aufgabe gewesen. Damit ist nun Schluss - zumindest für Sparkassen, die mit der bayerischen Landesbank zusammenarbeiten. Die BayernLB hat es i&k nämlich gestattet, die mehrfach täglich aktualisierten Edelmetallkurse von der Website der BayernLB auszulesen und innerhalb von EMK weiterzuverarbeiten. Wir erwarten, dass weitere Landesbanken diesem Beispiel folgen.
Um diese Funktion nutzen zu können, wurde die Maske "Externe Kurse" neu gestaltet. Dort kann der Händler neben eigenen Kursdateien nun auch den Online Kurslieferant auswählen, mit einem Mausklick die Kurse laden und diese dann nach Begutachtung übernehmen. Zur leichteren Prüfung wird bei der Anzeige der 'runtergeladenen Kurse ein Farbcode verwendet. Gegenüber den alten Kursen gestiegene Kurse werden grün dargestellt, gefallene Kurse rot und unveränderte Kurse blau. Einfacher geht es nicht.

Neu in EMK 2.23-03-00

Erstbewertung auch nachträglich
Die Erstbewertung kann jetzt nachträglich erstellt werden. Die Vorgabe für BZR Start wurde auf den Buchungstag des ersten Geschäfts geändert. Dies ist insbesondere interessant für neue Anwender, die eine Bewertung nach Übernahme des Altbestands vergessen haben.
Hinweis auf Datensicherung steuerbar
Mit dem Parameter DBDasi=nn in der emk.ini kann der Anwendungsbetreuer den Hinweis zur Datensicherung steuern. "EMK0009 Datensicherung durchführen" erscheint nur, wenn die letzte Datensicherung mind. die bei DBDasi angegebene Anzahl Tage zurückliegt. Bei DBDasi=0 wird der Hinweis ganz unterdrückt. Das ist aber keine gute Wahl, da dann keine von EMK verwendete Ressourcen für die erneute Nutzung wieder freigegeben werden.
Feiertagskalender korrigiert
Der Feiertagskalender hat keine Feiertage akzeptiert, deren Tagesdatum einstellig war (z.B. 3.Okt.). Dieser Fehler wurde abgestellt.
Buchungsdatum
Bei der Ermittlung des nächsten Buchungsdatums wird jetzt grundsätzlich der Feiertagskalender berücksichtigt.
Bewertungen
Hier gibt es zahlreiche Verbesserungen, die nicht alle direkt an der Oberfläche sichtbar sind. Das Kapitel Bewertungen in dieser EMK Online Dokumentation wurde bereits überarbeitet.
Nullzeilenunterdrückung in Listen
Bestandsliste aktuell mit Unterdrückung von Nullzeilen, d.h. gelöschte Artikel oder Artikel mit Bestand und Buchwert = 0 werden nur auf Wunsch gedruckt. In der Solvabilitätsliste werden Nullzeilen generell unterdrückt.
 
Sortierung artikelbezogener Listen
Bestandsliste aktuell und Stichtag mit Sortierung optional nach Gruppe, Bezeichnung und Feingewicht statt nach Artikelnummer. Die Option wird bei den Basisdaten eingestellt.
 
Andruck der Abteilungsbezeichnung im Listenkopf
Bei den Listen Solvabilität, Umsatzsteuer, Umsatzskontro, BstL wurde die Abteilungsbezeichnung in den Listenkopf aufgenommen.
 
Layout der Belege überarbeitet
Umstellung auf Sparkassenschriftarten, bessere Anpassung an Papier mit Briefkopf, bessere Platzausnutzung bei Belegen mit vielen Positionen, bessere Steuerung der Unterschriftszeilen, Vorbereitung auf weitere Adresszeile und Nutzung von Blankopapier
 
Auftragsmaske
Die Vorbelegung des Felds Bankleitzahl mit der eigenen Bankleitzahl wurde wieder eingeführt (soll später abgelöst werden mit Vorbelegung dieses und weiterer Felder mit Adressdaten einer Musteradresse)
 
Anzeige des angemeldeten Benutzers
Der in EMK angemeldete Benutzer wird nun in der Titelleiste von EMK permanent angezeigt. Dies verhindert das versehentliche Arbeiten unter einem falschen Benutzernamen, wenn mehrere Benutzer sich einen Bildschirm teilen.
 

Neu in EMK 2.23-03-02

Servicepack für die Runtime Umgebung
Technisch aber wichtig für den reibungslosen Betrieb sind zahlreiche Hilfsprogramme für die EMK Masken und für die EMK Datenbank. Nachdem mit dem Umstieg von EMK 2.22 auf EMK 2.23 die Runtime Umgebung der Datenbank aktualisiert wurde, erneuert dieses Servicepack die Umgebung für die Steuerung und den Ablauf der Masken.
 
Kleinere Änderungen und Korrekturen
Neue Liste Ergebnis nach BilMoG 2010
Wie bereits in den EMK Top News Getrennte Buchung von Gewinnen und Verlusten (BilMoG 2010) angekündigt, kommen aufgrund des Bilanz Modernisierungsgesetzes 2010 neue Anforderungen auf die Ergebnisermittlung im Edelmetallhandel zu. Auch wenn die Meinungsbildung zur Umsetzung noch nicht ganz abgeschlossen ist, erfüllen Sie mit EMK bereits jetzt die Forderung nach einem getrennten Ausweis von Gewinnen und Verlusten.
 
Die Liste Ergebnis nach BilMoG 2010 zeigt zunächst das Ergebnis aller Artikel an, die über die ausgewählten Bewertungszeiträume, in der Regel ein Jahr, einen Verlust produziert haben, und summiert diese auf. Anschließend wird das Gleiche mit den Gewinn bringenden Artikeln gemacht und Gesamtsummen gebildet.

 
Die Liste eignet sich auch gut zur Abstimmung, da sie alle nötigen Informationen zu Beginn des Auswertungszeitraums, die Veränderungen während und den Stand am Ende des Zeitraums liefert. Mit Aufruf der Liste führt EMK automatisch eine Prüfung der Art "Anfangsstand + Veränderungen = Endstand" durch und markiert alle gefundenen Widersprüche.

Neu in EMK 2.23-03-04

NVORUMS - eingeschränkte DTA-Schnittstelle für institutsinterne Umsätze
Ab Februar 2014 ersetzt SEPA die bisherige Zahlungsverkehrsschnittstelle DTA. Allerdings hält die FI mit NVORUMS eine eingeschränkte DTA-Schnittstelle für institutsinterne Umsätze aufrecht. NVORUMS steht für im Sinne von SEPA nicht verordnungsrelevante Umsätze. Das sind insbesondere Umsätze innerhalb des eigenen Instituts, bei denen ein HK-Konto betroffen ist. Die von EMK erzeugten Buchungssätze genügen in der Regel den Anforderungen der NVORUMS-Schnittstelle. EMK 2.23-03-04 nutzt die NVORUMS-Schnittstelle statt der bisherigen DTA-Schnittstelle. Eine schlanke Lösung mit minimalem Umstellungsaufwand und mit Bestand bis ins Jahr 2016.

Was müssen Sie bei der Umstellung beachten und was macht EMK für Sie?
Wenn Sie nur Händler-/Kundenkonten mit Ihrer institutseigenen BLZ verwenden, müssen Sie garnichts tun. Ansonsten sollten Sie vor der Umstellung auf NVORUMS alle noch nicht gebuchten Umsätze nach dem bisherigen Verfahren buchen und künftig nur noch Konten aus Ihrem BLZ Bereich verwenden. Am besten überprüfen Sie alle bei den EMK Adressen eingetragenen Bankverbindungen. Hat oder will ein Händler oder Kunde kein Konto bei Ihnen, können Sie ihm ein Bargeschäft anbieten oder ein internes Verrechnungskonto einrichten.
Beachten Sie auch die eher theoretische Situation, dass EMK für alte, bereits gebuchte Aufträge erneut Buchungssätze erstellen kann. Dies wird im Falle fremder Bankleitzahlen zur Abweisung der Buchungssätze im Zahlungsverkehr führen.
EMK sorgt automatisch dafür, dass Sie bei neuen Aufträgen nur die eigene Bankleitzahl eingeben können und dass die formalen Vorschriften der NVORUMS-Schnittstelle eingehalten werden.

Noch zwei Hinweise:
  1. Wundern Sie sich nicht, dass die von EMK erzeugte Datei mit Buchungssätzen gemäß NVORUMS nach wie vor DTA-Datei genannt wird. Es handelt sich ja um eine DTA-Datei mit speziellen Restriktionen. Insbesondere kann sie bis Ende Januar 2014 auch über die alte DTA-Schnittstelle vom Zahlungsverkehr verarbeitet werden.
  2. EMK wird demnächst zusätzlich eine optionale SEPA-Schnittstelle anbieten - und zwar ab der voraussichtlich im Laufe des 3. Quartals 2014 verfügbaren Version EMK 3.0. Da diese Version erhebliche Änderungen mit sich bringt, die auch Schulungs- und Umstellungsaufwand erfordern, erfolgt die Einführung sukzessive ab dem genannten Zeitraum und Dank NVORUMS entkoppelt von der allgemeinen SEPA-Umstellung.

Neu in EMK 2.23-04-02

Reichelsheim, 19.02.2014 Dieser Abschnitt ist noch in Bearbeitung, soll aber dem Anwender helfen, sich mit dem Thema "Differenzbesteuerung in EMK" vertraut zu machen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Anforderungen werden die Funktionen zur Differenzbesteuerung in drei Schritten ausgeliefert.
  1. Frontoffice -verfügbar-
  2. Backoffice -verfügbar-
  3. Umsetzung der Erfahrungen aus den ersten beiden Schritten
Das Datum zu Beginn sagt, wann zuletzt an dem Dokument gearbeitet wurde.

Das Thema ist fachlich wie technisch nicht ganz einfach. Selbst unter Experten gibt es noch unterschiedliche Meinungen zur Umsetzung der Differenzbesteuerung. Alle Funktionen zur Differenzbesteuerung in EMK sind in dem optionalen Modul "EMK DiffSt" zusammengefasst. Wenn Sie dieses Modul einsetzen wollen, sollten Sie verstehen, wie die Differenzbesteuerung im Allgemeinen und das Einzel- und Gesamtdifferenzverfahren im Besonderen funktionieren. Danach müssen Sie überlegen, welche Artikel Sie differenzbesteuert handeln wollen. Sinn macht es nur bei MwSt-pflichtiger Ware, also z.B. Silber- oder Platinbarren. Wenn Sie von einem nicht vorsteuerabzugsberechtigten Endkunden einen Barren ankaufen, geschieht dies ohne MwSt-Ausweis. Verkaufen Sie den Barren an einen anderen Endkunden weiter, können Sie das differenzbesteuert machen, d.h. Sie schlagen auf Ihren Einkaufspreis eine Marge drauf und nur für diese berechnen Sie dem Kunden MwSt. Besonders drängend wurde das Thema wegen der MwSt-Erhöhung für Silbermünzen und -münzbarren sowie der dadurch entstandenen Diskrepanz zur Einfuhrumsatzsteuer.

Sobald Sie wissen, welche Artikel Sie differenzbesteuert handeln wollen, legen Sie für diese eine oder mehrere neue Gruppen an und definieren als MwSt-Gruppe "DiffSt" (differenzbesteuert). Aus EMK Sicht ist es kein Problem, später weitere Artikel oder Gruppen hinzuzunehmen. Hinweis: Beachten Sie aber die Vorschriften des Finanzamts und, dass Sie sich für mindestens zwei Jahre binden. Schwierig ist die Übernahme vorhandener nach Regelbesteuerung erworbener Bestände, der differenzbesteuerte Neuerwerb dürfte dagegen problemlos sein.
Aufgrund der Zuordnung eines Artikels zu einer differenzbesteuerten Gruppe weiß EMK automatisch, ob ein Geschäft differenzbesteuert ist oder nicht. Bei einem Verkauf prüft EMK, ob ausreichend differenzbesteuerte Ware im Bestand ist. Leerverkäufe sind hier nicht zulässig. Ebenso bleibt das Besteuerungsverfahren erhalten. D.h. differenzbesteuerte Einkäufe können und dürfen Sie bis auf eine Ausnahme nur differenzbesteuert verkaufen. Darüber wacht EMK.

Einzel- und Gesamtdifferenzverfahren
Bei dem Gesamtdifferenzverfahren ermitteln Sie summarisch aus den differenzbesteuerten Ver- und Einkäufen eines Meldezeitraums den Bruttogewinn und daraus die in diesem enthaltene MwSt. Die USt-Schuld bzw. Guthaben werden spätestens am Ende des Jahres verrechnet, einen Übertrag eventueller Guthaben ins nächste Jahr gibt es nicht.

Beim Einzeldifferenzverfahren stellen Sie jedem einzelnen Verkauf den oder die zugehörigen Einkäufe gegenüber und ermitteln so Bruttogewinn und MwSt. Verluste führen zu einer Umsatzsteuer von 0,00 € - eine Erstattung gibt es also nicht und eine Verrechnung beim gleichen Artikel im gleichen Meldezeitraum. Im Endeffekt führen beide Verfahren, Einzel- und Gesamtdifferenzverfahren, zum gleichen Ergebnis, wenn man von dem Verlustausgleich absieht.
Das aufwendigere Einzeldifferenzverfahren müssen Sie ab Einkaufspreisen über 500 € anwenden. Darunter können Sie es nutzen, können aber auch das pauschale Gesamtdifferenzverfahren anwenden. Beim Einzeldifferenzverfahren haben Sie die Option, den Verkauf auch regelbesteuert durchzuführen. Das ist die oben erwähnte Ausnahme, die aber aktuell noch nicht in EMK DiffSt implementiert ist.
Das klingt alles sehr kompliziert und ist es zum Teil auch. Aber keine Angst, EMK nimmt Ihnen einen Großteil der Arbeit ab. Verkaufen Sie z.B. einen differenzbesteuerten Artikel, Das läuft im Hintergrund voll automatisch ab. Entsprechende Crossreferenzlisten zwischen Ein- und Verkäufen dienen als Beleg für die Steuerbehörden. Natürlich gibt es auch Auswertungen für die Umsatzsteuervoranmeldung. Diese sind ab der Ausbaustufe "Backoffice" verfügbar. Sie können die EDiff-Liste für das Einzeldifferenzverfahren und die GDiff-Liste für das Gesamtdifferenzverfahren unter dem Menüpunkt Listen auswählen und nach Angabe des Berichtzeitraums aufrufen. Der Berichtszeitraum umfasst einen oder mehrere zusammenhängende Bewertungszeiträume. In der normalen Ergebnisliste wurden die regel- und die differenzbesteuerten Artikel in zwei Gruppen geteilt und Zwischensummen für die jeweilige Gruppe eingefügt.

Behandlung differenzbesteuerter Geschäfte bei der Ergebnisermittlung
Wenn man den Einkaufspreis eines Artikels bei Differenz- und bei Regelbesteuerung vergleicht, wird der erste höher sein, obwohl es sich um den gleichen Artikel handelt. Bei näherer Betrachtung ist der einzige Unterschied, dass der differenzbesteuerte Artikel in Höhe seines Einkaufspreises "MwSt-frei" verkauft werden darf. Der Mehrpreis entspricht somit der bereits enthaltenen fiktiven MwSt, die Sie einerseits nicht als Vorsteuer geltend machen können und andererseits nicht auf Ihren Verkauf aufschlagen müssen. Es handelt sich also um eine Art Nullsummenspiel.
In der Vorversion hat EMK diesen fiktiven Anteil eliminiert und lediglich den Rest in den Bestand gebucht. Dadurch wurde der Artikel mit den anderen besser vergleichbar, Bewertung, Gewinn- und Verlustermittlung liefen auf die gleiche Weise ab. MwSt, in welcher Form auch immer, hat in der Ergebnisrechnung nichts zu suchen.

Dieses Vorgehen brachte Schwierigkeiten bei der Kontenabstimmung mit sich. Daher geht EMK ab Version EMK 2.23-04-02 so vor, dass bei differenzbesteuerten Geschäften die tatsächlichen An- und Verkaufspreise gebucht werden, auch wenn der Buchwert dann die MwSt auf die Marge enthält. Diese wird am Monatsende mit dem Ergebnis auf das Ertragskonto und von dort anhand der GDiff- und EDiff-Liste auf das Steuerkonto "Umsatzsteuer aus Differenzbesteuerung" ausgebucht. Daraus folgt auch, dass - wenn man es ganz genau nimmt - die Bestandsbewertung am Monatsende für differenzbesteuerte Artikel mit etwas höheren Bewertungskursen erfolgt als für vergleichbare regelbesteuerte.

Behandlung von Hauptbuchkonten
Bisher gab es 6 Bestandskonten, nämlich für die drei MwSt-Gruppen getrennt nach An- und Verkäufen. Diese wurden aber de facto nicht genutzt. Wir haben also mit Einführung von EMK DiffSt nur noch ein Bestandskonto für regel- und differenzbesteuerte Artikel. EMK nimmt dafür das bisher für "Ankäufe ohne MwSt" genutzte HK. Wenn Sie ein anderes verwenden wollen, können Sie dieses unter dem Menüpunkt Basiswerte/Hauptbuchkonten definieren und zwar bevor Sie das erste differenzbesteuerte Geschäft tätigen. Dort können Sie auch das HK "Umsatzsteuer aus Differenzbesteuerung" festlegen. Dieses wird aber frühestens ab der nächsten Version von EMK DiffSt automatisch gebucht. Intern verwaltet EMK die Bestände anders, aber das ist ein Thema für Spezialisten. Wenn jemand bisher noch mit mehr als einem Bestands-HK gearbeitet hat, muss er diese nun zu einem zusammenführen. Die übrigen HKs für Umsatzsteuer und Ergebnis bleiben vorerst unverändert. Hinweis: Wenn Sie Ihre HKs ändern, sollten Sie vorher zu allen Belegen die Buchungssätze erstellt haben. Alle vor der HK-Änderung erfassten Geschäfte gehen noch auf die alten HKs.
Kurse bei differenzbesteuerten Artikel
Differenzbesteuerte Artikel haben eigene Gruppen- und damit auch Artikelnummern, denen Sie wie gewohnt Kurse zuordnen können.
Weiterführende Informationen
Bei den Installationsunterlagen für EMK 2.23-04-02 gibt es ein Kapitel "EMK DiffSt - Hinweise für Händler", ein eigener Handbuchteil ist in Vorbereitung und ab März diesen Jahres können Sie einen Profiworkshop mit Schwerpunkt "Differenzbesteuerung" buchen.

Neu in EMK 2.23-04-03

Reichelsheim, 5.05.2014 Dieses Update stellt die dritte und vorerst letzte Ausbaustufe von EMKDiffSt bereit und enthält kleine Änderungen des Moduls EMKStat sowie eine Korrektur der Liste "BilMoG"

Neue Funktionen EMKDiffSt
  1. Automatische Buchung der laut GDiff Verfahren ermittelten MwSt vom Edelmetall­ertragskonto auf das MwSt Konto für differenzbesteuerte Geschäfte. Da in diesem Fall eine Verrechnung von Monat zu Monat, aber keine Erstattung möglich ist, ermittelt EMK die MwSt Schuld von Jahresbeginn an und mindert diese um bereits nach GDiff gebuchte MwSt. Technisch wird hierzu die im laufenden Jahr bisher ermittelte und die davon noch abzuführende (=zu buchende) MwSt vorgehalten. Damit gilt:

    Neu zu buchende MwSt =
    Neu ermittelte MwSt – bisher ermittelte MwSt + noch zu buchende alte MwSt

    Korrekturen innerhalb des laufenden Jahres sind ohne weiteres möglich, da das Jahr immer von Beginn an neu berechnet wird.
    Die Buchung erfolgt in zwei Schritten wie bei der Buchung des Ergebnisses auch. Nach dem Druck der GDiff-Liste fragt EMK, ob die MwSt zur Buchung vorgemerkt werden soll. Wenn Sie mit "Ja" antworten, merkt sich EMK die zu buchende MwSt und leitet sie bei der nächsten Erstellung von Buchungssätzen an die entsprechenden Hauptbuchkonten weiter.

    Tipp: Wenn Sie erstmalig die automatische Buchung der MwSt aus differenzbesteuerten Geschäften nutzen, bucht EMK die gesamte bisher im laufenden Jahr angefallene MwSt vom Ertragskonto auf das MwSt Konto für differenzbesteuerte Geschäfte. Damit es nicht zu Doppelbuchungen kommt, sollten Sie bisher manuell vorgenommenen Buchungen stornieren.

  2. Automatische Buchung der laut EDiff Verfahren ermittelten MwSt vom Edelmetallertragskonto auf das MwSt Konto für differenzbesteuerte Geschäfte. Eine Verrechnung ist hier vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Auch die gemäß EDiff zu entrichtende MwSt wird festgehalten, um spätere Korrekturen zu ermöglichen. Nach dem Druck der EDiff-Liste fragt EMK, ob die MwSt zur Buchung vorgemerkt werden soll. Wenn Sie mit "Ja" antworten, merkt sich EMK die zu buchende MwSt und leitet sie bei der nächsten Erstellung von Buchungssätzen an die entsprechenden Hauptbuchkonten weiter.

  3. Kleinere Änderungen
    • Der Hinweis auf dem Beleg wurde geändert zu "Sammlerstücke, Antiquitäten/Sonderregelung n §25a UStG".

    • Der Berichtszeitraum der GDiff- und EDiff-Auswertungen beginnt grundsätzlich an einem Jahresanfang und endet an einem Monatsultimo desselben Jahres, spätestens am Ultimo des aktuellen Monats. Der Händler kann sich so jederzeit, also auch vor Erreichen des Monatsultimos einen Überblick über die bisher angefallene Umsatzsteuer aus differenzbesteuerten Geschäften verschaffen. Wurde einmal ins neue jahr gebucht, ist eine Korrektur des alten Jahres, zumindest automatisch, nicht mehr möglich.

    • Die programmmäßige Bindung des Berichtszeitraums der GDiff- und EDiff-Auswertungen an die Bewertungszeiträume entfällt. Allerdings ist es betriebswirtschaftlich sinnvoll und ausdrücklich empfohlen, Bewertung mit Ergebnisermittlung sowie GDiff- und EDiff-Auswertungen zumindest auch zum Monatsultimo durchzuführen.


Neue Funktionen EMKStat
Änderungen EMKStat, Auswertung "Umsatz und Ertrag nach OE"
Zusätzlich zu der OE, die das Geschäft abgeschlossen hat "Order OE", wird eine weitere OE eingeführt. Diese gibt an, über welche OE die Ware an- bzw. ausgeliefert wird. Diese "Liefer OE" erscheint auch in der Belegerfassung, auf dem Beleg, in der Auswertungsliste und in der Exportdatei.

Behobene Fehler
BilMoG Auswertung, Probleme mit nach Jahresbeginn neu angelegten Artikeln wurden behoben.

Neu in EMK 2.23-04-04

Reichelsheim, 10.11.2014 Auch dieses Update beschäftigt sich in der Hauptsache mit Änderungen bei der Umsatzsteuer und enthält kleinere Korrekturen und Anwenderwünsche.

Das Reverse Charge Verfahrens (UStG §13b)
Vereinfacht gesagt verlangt der Gesetzgeber seit dem 1.10.2014, dass bei Geschäften unter umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen die Umsatzsteuer für bestimmte Waren nicht vom Leistungserbringer (Verkäufer), sondern vom Leistungsempfänger (Käufer) abgeführt wird. Das betraf bisher beim An- und Verkauf von Edelmetallen zu Anlagezwecken nur in seltenen Ausnahmefällen wie z.B. Schmelzgold zu, wurde nun aber auf weitere Edelmetallarten wie Silber- oder Platinbarren ausgeweitet. Während in diesem Jahr noch Wahlfreiheit zwischen altem und neuem Verfahren besteht, gilt das neue (Reverse Charge) Verfahren ab 1.1.2015 zwingend. Wohlgemerkt nicht für Geschäfte mit Privatkunden, sondern zwischen Sparkassen und ihren Großhändlern bzw. umsatzsteuerpflichtigen anderen Kunden.

Schauen wir uns ein Beispiel an: Sie kaufen von Ihrem Großhändler, Landesbank o.a. 10 Silberbarren (1 kg) zum Nettostückpreis von 480,- € an. Silberbarren sind MwSt pflichtig. Nach dem alten Verfahren hätten Sie eine Rechnung über 10 * 480,- € zzgl. MwSt erhalten, also 4.800,- € + 912,- €. Ab 2015 wendet der Großhändler zwingend das Reverse Charge Verfahren an und stellt 10 * 480,- € ohne MwSt in Rechnung aber mit dem Vermerk "Reverse Charge: Umsatzsteuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über nach §13b UStG" oder ähnlich. Nun sind Sie am Zug, denn Sie müssen die Umsatzsteuer berechnen und an das Finanzamt melden. Da Sie diese gleichzeitig als Vorsteuer melden, entsteht daraus kein Geldfluss. Unabhängig davon meldet der Großhändler seine nach dem Reverse Charge Verfahren getätigten Verkäufe. Ein Einzelnachweis unter Nennung des jeweiligen Geschäftspartners ist zu führen. Wenn Sie an ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen, also z.B. an Ihren Großhändler verkaufen, passiert dasgleiche mit getauschten Rollen.

Wie unterstützt EMK das Reverse Charge Verfahren
Weitere Änderungen

Neu in EMK 2.23-04-05

Reichelsheim, 28.05.2015 Mit diesem Update berücksichtigt EMK die Bagatellregel beim Reverse Charge Verfahren nach UStG §13b, Abs. 2, Nr. 11 und führt die automatische Buchung der zu meldenden MwSt bzw. VSt auf eigens dafür eingerichtete Hauptbuchkonten (HKs) ein.

Einführung von zwei HKs im Rahmen des Reverse Charge Verfahrens nach UStG §13b
Auch wenn Ankäufe nach dem Reverse Charge Verfahren hinsichtlich der Umsatzsteuer ein Nullsummenspiel sind, wird aus Gründen der Nachvollziehbarkeit eine getrennte Buchung von MwSt und VSt gewünscht. Es werden daher zwei HKs eingerichtet und von EMK automatisch gebucht: Beide HKs weisen den selben Saldo auf. Bei Verkäufen erfolgt keine Buchung der übertragenen Steuerschuld. Die USt aus Storni wird auf dieselben Konten gebucht wie bei den ursprünglichen Aufträgen, nur auf die jeweils andere Kontoseite.
Bevor Sie Aufträge mit Artikeln buchen, die dem Reverse Charge Verfahren unterliegen, müssen Sie unter ->Basiswerte ->Hauptbuchkonten die beiden neuen Konten einrichten.

Bagatellregel beim Reverse Charge Verfahren nach UStG §13b Abs. 2 Nr. 11
„Lieferungen der in der Anlage 4 bezeichneten Gegenstände, wenn die Summe der für sie in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5.000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt.“ (Zitat aus UStG §13b Abs. 2 Nr. 11)
Anders herum formuliert: Bei An-/Verkäufen, bei denen der Nettowert aller eigentlich nach UStG §13b Abs. 2 Nr. 11 (Reverse Charge) abzuwickelnden Positionen in Summe unter der Bagatellgrenze von 5.000 € liegt, muss der Verkäufer die MwSt dem Käufer in Rechnung stellen und das Reverse Charge Verfahren ist nicht anzuwenden. Ferner sind Umsätze mit Reverse Charge pflichtigen Artikeln, die nicht in Anlage 4 aufgeführt sind, wie z. B. Schmelzgold und -silber, nicht in die Entscheidung, ob die Bagatellgrenze erreicht ist, einzubeziehen. Auch gibt es Metalle, die im UStG nicht direkt aufgeführt sind wie Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium und Ruthenium (Zolltarif 7110), aber wie Platin behandelt werden. Diese fallen somit unter die Bagatellregelung.

EMK interpretiert diese Regelung so, dass der „wirtschaftliche Vorgang“ einem Auftragsbeleg entspricht und das eine nachträglichen Minderung des Entgelts durch Storni bei der Entscheidung, ob die Bagatellgrenze erreicht wird oder nicht, unberücksichtigt bleibt.
EMK wird die wegen der Bagatellgrenze nicht per Reverse Charge abgewickelten Belegpositionen gesondert kennzeichnen, um bei Bedarf einfach einen Nachweis führen zu können. Zudem gibt es Reverse Charge Fälle, für die keine Bagatellgrenze vorgesehen ist, wie zum Beispiel Schmelzsilber (Anlage 3).

Ob ein Reverse Charge pflichtiger Artikel der Bagatellregelung unterliegt oder nicht, teilen Sie EMK auf der erweiterten Artikelmaske mit. Dort werden Ihnen rechts unten unter der Überschrift „Umsatzsteuerliche Behandlung“ die von der Artikelgruppe geerbte USt Gruppe sowie der ebenfalls geerbte MwSt-Satz angezeigt und Sie können angeben, ob die Bagatellregel für diesen Artikel gilt oder nicht.
Standardmäßig geht EMK davon aus, dass die Bagatellregel nicht gilt. Sie müssen also einmalig prüfen, bei welchen von Ihnen gehandelten, Reverse Charge pflichtigen Artikeln die Bagatellregel gilt, und dies in der Artikelmaske durch Setzen des entsprechenden Häkchens vermerken.
Es kann also z.B. bei einem Verkauf der Fall sein, dass bestimmte sonst Reverse Charge pflichtige Artikel wegen der Bagatellgrenze mit MwSt verkauft werden, während in der gleichen Rechnung ebenfalls Reverse Charge pflichtige Artikel ohne Bagatellgrenze ohne MwSt verkauft werden.

Wenn Sie die Positionserfassung abgeschlossen haben und den Auftrag speichern wollen, prüft EMK, ob die Bagatellgrenze überschritten wurde. Die Verantwortung dafür, dass der Geschäftspartner umsatzsteuerpflichtig ist, liegt beim Anwender. Er dokumentiert dies durch Aufruf der Maske „An-/Verkauf für Händler“. Bei Bedarf könnte hier noch das Vorhanden Sein einer UStID geprüft werden.
Bei Ankäufen muss der Verkäufer eine korrekte Rechnung ausstellen, die dann EMK seitig als Ankauf gebucht wird. Dabei prüft EMK, ob alle Sonderregeln eingehalten wurden, sonst wird der Ankauf abgelehnt.

Neu in EMK 2.23-04-06

Mit EMK 2.23-04-06 werden einige Anwenderwünsche umgesetzt, kleinere Fehler behoben und ein Revisionsmodul zur Unterstützung interner und externer Prüfer eingeführt. Die wichtigsten Änderungen sind:

EMK 2.23-04-06 wird als Komplettinstallation ausgeliefert. Sie müssen nur Ihre *.ini Dateien und Ihre EMK DB (Version EMK 2.23-04-05) beisteuern.